In
der Hypnosetherapie wird davon ausgegangen, dass viele Probleme ihren Auslöser
oder Ursprung in vergangenen Erfahrungen und Erlebnissen haben. Auch wenn wir diese
vielleicht verdrängt oder vermeintlich vergessen haben, sind sie in unserem
Unterbewusstsein gespeichert.
Mithilfe der hypnotischen Trance kannst du mit deinem Unterbewusstsein in
Verbindung treten und direkt kommunizieren. Dabei wirst du sowohl eigenen
hinderlichen Glaubenssätzen, Wertvorstellungen und verdrängten Emotionen
begegnen wie auch mit stärkenden Ressourcen, Potenzialen und Fähigkeiten in
Kontakt kommen. Dies kann einen Veränderungsprozess anregen und dir Türen zu neuen
Lösungen öffnen.
Hypnose
ist ein Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance. Du befindest dich äusserlich in einer tiefen Entspannung, während du deine
Aufmerksamkeit aktiv auf einen bestimmten inneren Inhalt richtest. Dabei wird der kritische Faktor umgangen – dies bedeutet, dass die
Kritikfähigkeit deines Bewusstseins reduziert ist.
Trance
ist also ein veränderter Bewusstseinszustand, der es dir ermöglicht, unerwünschte
Einflüsse auszublenden. Dadurch kann dir
Hypnose sowohl den Zugang zu deinem
Unterbewusstsein wie auch das darauf Einwirken mittels Suggestionen und innerer
Bilder erleichtern. Ursachen für deine Schwierigkeiten können aufgedeckt, dem Bewusstsein
wieder zugänglich gemacht und integriert werden.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Hypnose-Sitzung ist ein sicherer und von
Achtsamkeit geprägter Raum, Vertrauen und die Bereitschaft zur Veränderung.
Das Bewusstsein ist der Sitz unseres mentalen
Erlebens. Hier wird alles gespeichert, was wir denken, bewerten und
kontrollieren – häufig zerreden wir hier alles.
Das Unterbewusstsein hingegen ist wie ein
unerforschter Speicherraum. Sämtliche Erinnerungen, Eindrücke und Gefühle werden
hier gesammelt - auch das, was wir nicht bewusst wahrnehmen. Im
Unterbewusstsein befinden sich unsere Kompetenzen, Potenziale und Ressourcen
wie auch alles längst Vergessene und Verdrängte. Obwohl wir in der Regel nicht auf
das Unterbewusstsein zugreifen können, färbt und beeinflusst es unsere
Einstellungen und Gewohnheiten, das Verhalten und das Denken stark.
An der Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein befindet sich der kritische Faktor. Er ist wie ein Wächter, welcher neue Informationen und Wahrnehmungen permanent mit unserer Innenwelt – mit früher gemachten Erfahrungen, Gewohnheiten, Werten, Glaubenssätzen – abgleicht. Stimmt eine neue Information mit dem bereits Gespeicherten überein, werden beide verknüpft. Vorhandene Strukturen und Programmierungen werden dadurch verstärkt. Dies erklärt einerseits, weshalb wir viele Handlungen des täglichen Lebens automatisch ausführen können. Andrerseits prägen sich auch ungünstige Verhaltensweisen, Wahrnehmungen und Gedanken so immer stärker aus. Dies macht Veränderungen von unerwünschten Verhaltensweisen oftmals so schwierig. Der kritische Faktor sorgt zudem dafür, dass nur Suggestionen aufgenommen werden, welche ethisch mit den Werten des Klienten übereinstimmen.
Immer wieder existieren falsche Vorstellungen darüber, was Hypnose ist. Es wird angenommen, dass ein Hypnotiseur einen Klienten mit Worten, Pendel und Fingerschnippen in einen willenlosen Zustand versetzt, sodass dieser die Kontrolle verliert und Geheimnisse preisgibt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Im hypnotischen Zustand ist deine Aufmerksamkeit hoch fokussiert. Du behältst die Kontrolle über dich selbst.
Thrombose
nach Hirnschlag
oder Herzinfarkt, bei Herzerkrankungen, Epilepsie, Borderline-Patienten, Psychische
Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Wahnvorstellungen, Suchterkrankungen, Schwangerschaft, Tiefer Blutdruck, bei unabgeklärten
körperlichen Beschwerden.
Hypnose
ist kein Ersatz für medizinische oder psychiatrische Behandlungen. Kläre im Zweifelsfall den Besuch von Hypnosesitzungen bei deinem Arzt ab.