Hypnose

Was du über Hypnosetherapie wissen solltest

In der Hypnosetherapie wird davon ausgegangen, dass viele Probleme ihren Auslöser oder Ursprung in vergangenen Erfahrungen und Erlebnissen haben. Auch wenn wir diese vielleicht verdrängt oder vermeintlich vergessen haben, sind sie in unserem Unterbewusstsein gespeichert.
Mithilfe der hypnotischen Trance kannst du mit deinem Unterbewusstsein in Verbindung treten und direkt kommunizieren. Dabei wirst du sowohl eigenen hinderlichen Glaubenssätzen, Wertvorstellungen und verdrängten Emotionen begegnen wie auch mit stärkenden Ressourcen, Potenzialen und Fähigkeiten in Kontakt kommen. Dies kann einen Veränderungsprozess anregen und dir Türen zu neuen Lösungen öffnen. 

Was ist Hypnose?

Hypnose ist ein Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance. Du befindest dich äusserlich in einer tiefen Entspannung, während du deine Aufmerksamkeit aktiv auf einen bestimmten inneren Inhalt richtest. Dabei wird der kritische Faktor umgangen – dies bedeutet, dass die Kritikfähigkeit deines Bewusstseins reduziert ist. 
Trance ist also ein veränderter Bewusstseinszustand, der es dir ermöglicht, unerwünschte Einflüsse auszublenden. ​Dadurch kann dir Hypnose sowohl den Zugang zu deinem Unterbewusstsein wie auch das darauf Einwirken mittels Suggestionen und innerer Bilder erleichtern. Ursachen für deine Schwierigkeiten können aufgedeckt, dem Bewusstsein wieder zugänglich gemacht und integriert werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Hypnose-Sitzung ist ein sicherer und von Achtsamkeit geprägter Raum, Vertrauen und die Bereitschaft zur Veränderung. 

Bewusstsein – Unterbewusstsein

 Das Bewusstsein ist der Sitz unseres mentalen Erlebens. Hier wird alles gespeichert, was wir denken, bewerten und kontrollieren – häufig zerreden wir hier alles. 
Das Unterbewusstsein hingegen ist wie ein unerforschter Speicherraum. Sämtliche Erinnerungen, Eindrücke und Gefühle werden hier gesammelt - auch das, was wir nicht bewusst wahrnehmen. Im Unterbewusstsein befinden sich unsere Kompetenzen, Potenziale und Ressourcen wie auch alles längst Vergessene und Verdrängte. Obwohl wir in der Regel nicht auf das Unterbewusstsein zugreifen können, färbt und beeinflusst es unsere Einstellungen und Gewohnheiten, das Verhalten und das Denken stark.  

Der kritische Faktor

An der Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein befindet sich der kritische Faktor. Er ist wie ein Wächter, welcher neue Informationen und Wahrnehmungen permanent mit unserer Innenwelt – mit früher gemachten Erfahrungen, Gewohnheiten, Werten, Glaubenssätzen – abgleicht. Stimmt eine neue Information mit dem bereits Gespeicherten überein, werden beide verknüpft. Vorhandene Strukturen und Programmierungen werden dadurch verstärkt. Dies erklärt einerseits, weshalb wir viele Handlungen des täglichen Lebens automatisch ausführen können. Andrerseits prägen sich auch ungünstige Verhaltensweisen, Wahrnehmungen und Gedanken so immer stärker aus. Dies macht Veränderungen von unerwünschten Verhaltensweisen oftmals so schwierig. Der kritische Faktor sorgt zudem dafür, dass nur Suggestionen aufgenommen werden, welche ethisch mit den Werten des Klienten übereinstimmen.  

Was ist Hypnose nicht?

Immer wieder existieren falsche Vorstellungen darüber, was Hypnose ist. Es wird angenommen, dass ein Hypnotiseur einen Klienten mit Worten, Pendel und Fingerschnippen in einen willenlosen Zustand versetzt, sodass dieser die Kontrolle verliert und Geheimnisse preisgibt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Im hypnotischen Zustand ist deine Aufmerksamkeit hoch fokussiert. Du behältst die Kontrolle über dich selbst.

Kontraindikationen für Hypnose

Thrombose nach Hirnschlag oder Herzinfarkt, bei Herzerkrankungen, Epilepsie, Borderline-Patienten, Psychische Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Wahnvorstellungen, Suchterkrankungen, Schwangerschaft, Tiefer Blutdruck, bei unabgeklärten körperlichen Beschwerden.

Hypnose ist kein Ersatz für medizinische oder psychiatrische Behandlungen. Kläre im Zweifelsfall den Besuch von Hypnosesitzungen bei deinem Arzt ab.

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